Berufsanerkennung wird finanziell unterstützt

Um ausländische Fachkräfte bei der Anerkennung ihrer Berufsqualifikation in Deutschland zu unterstützen, beteiligt sich das Bundesministerium für Bildung und Forschung mit einem Zuschuss an dem Verfahren. „Integration in den Arbeitsmarkt darf nicht an den Kosten scheitern“, betont Bundesbildungsministerin Johanna Wanka.

Die Anträge auf einen Kostenzuschuss für das Anerkennungsverfahren für ausländische Berufsqualifikationen können seit dem 1. Dezember gestellt werden. Förderfähig sind dabei all jene Kosten, die im Rahmen der Antragstellung entstehen, also vor allem Gebühren und Übersetzungskosten bis zu maximal 600 Euro pro Antragsteller. „Jede ausländische Fachkraft soll trotz entstehender Kosten ein Anerkennungsverfahren aufnehmen können“, so Bundesbildungsministerin Johanna Wanka anlässlich des Programmstarts. „Berufsanerkennung darf nicht an den Kosten scheitern. Damit leisten wir einen Beitrag zu einer nachhaltigen Integration am Arbeitsmarkt.“

Gefördert werden diejenigen, die keine anderweitige Unterstützung erhalten. Dies sind vor allem Geringverdiener, die keine Sozialleistungen erhalten – eine Zielgruppe, die bislang beispielsweise im Bereich der dualen Ausbildungsberufe kaum erreicht wird.

Mit einem Anerkennungsverfahren kann die Gleichwertigkeit einer ausländischen Berufsqualifikation festgestellt werden, damit ausländische Qualifikationen adäquat eingesetzt werden können. Das Förderprogramm wird als Pilotvorhaben für zunächst drei Jahre vom Forschungsinstitut Berufliche Bildung (f-bb) entwickelt und umgesetzt. Die Anträge können bei zuleitenden Stellen wie beispielsweise den Beratungsstellen im Programm „Integration durch Qualifizierung (IQ)“ eingereicht werden.

Weitere Informationen zum Anerkennungszuschuss sind im Internet abrufbar unter:

https://www.anerkennung-in-deutschland.de