Integration durch bürgerschaftliches Engagement

Die Landesregierung von Baden-Württemberg hat das Förderprogramm „Gemeinsam in Vielfalt III“ gestartet, das im Rahmen des Pakts für Integration mit den Kommunen durchgeführt wird. Ziel des Programms ist es, die Helferstrukturen nachhaltig zu sichern und die Integration von geflüchteten Menschen in die Gesellschaft durch bürgerschaftliches Engagement voranzutreiben.

Ziel des Förderprogramms „Gemeinsam in Vielfalt III“ der Landesregierung von Baden-Württemberg, das im Rahmen des Pakts für Integration mit den Kommunen durchgeführt wird, ist die Förderung der Integration von Geflüchteten und Migranten in die Gesellschaft durch Bürgerschaftliches Engagement. Bereits in den vergangenen Jahren hat die Landesregierung unter dem Titel „Gemeinsam in Vielfalt“ den Auf- und Ausbau von lokalen Bündnissen für Flüchtlingshilfe gefördert und damit der Willkommenskultur im Land wichtige Impulse gegeben. Vor allem mit Blick auf die in den Gemeinschaftsunterkünften untergebrachten Geflüchteten, aber auch im Rahmen der dezentralen Unterbringung wurden in den Gemeinden Orte des Miteinanders und unterstützende Helferstrukturen geschaffen.

Wichtige Rolle der Zivilgesellschaft

Im Förderprogramm „Gemeinsam in Vielfalt III“ geht es nun darum, die Helferstrukturen nachhaltig zu sichern und den längerfristigen Prozess der Integration in die Gesellschaft durch zivilgesellschaftliche Prozesse weiter zu gestalten. Das Programm bezieht sich dabei nicht nur auf die Integration der in den vergangenen drei Jahren im Land angekommenen Migranten, sondern auf die Integration aller Mitbürgerinnen und Mitbürger mit Migrationshintergrund. Wie schon bei der Aufnahme der Geflüchteten spielt auch bei diesem Prozess die Zivilgesellschaft – insbesondere die bürgerschaftlich engagierten Menschen – eine entscheidende Rolle.

Engagement unterstützen und stärken

Das Förderprogramm soll zivilgesellschaftliches Engagement unterstützen und stärken und Beteiligung fördern. Im Zusammenwirken unterschiedlicher gesellschaftlicher Akteure (Kommunen, Behörden, Schulen, Wirtschaft, Verbänden, Vereinen und Initiativen sowie den Bürgerinnen und Bürgern) soll gemeinsam mit den Geflüchteten und Migranten das Zusammenleben gestaltet werden. Eigenes Engagement bietet den Betroffenen dabei die Möglichkeit zur weiteren Teilhabe. Das Förderprogramm trägt damit auch zur Umsetzung der Landesengagementstrategie bei.

Integration in allen Lebensbereichen

Vor allem dort, wo viele Geflüchtete nicht mehr in Gemeinschaftsunterkünften, sondern dezentral in den Kommunen untergebracht sind, braucht es neue quartiersbezogene und sozialraumorientierte Projekte, um die langfristige Integration vor Ort unter Einbeziehung des Bürgerschaftlichen Engagements zu ermöglichen. Die Kommune beziehungsweise das Quartier sind somit die zentralen Orte der Teilhabe und Integration der Menschen in allen Lebensbereichen.