Unternehmen engagieren sich für Flüchtlinge

Initiative "Wir zusammen"

Mit dem Projekt „Wir zusammen“ wollen zahlreiche deutsche Unternehmen einen Beitrag zur Integration von Flüchtlingen leisten. Dazu wurde eine  Internetplattform geschaffen, auf der die Hilfsprojekte gesammelt und vorgestellt werden können. Gleichzeitig will das Netzwerk damit weitere Unternehmen inspirieren, selbst aktiv zu werden.

Das Projekt „Wir zusammen“ ist aus der Überzeugung entstanden, dass die Integration der Neuankömmlinge nur als Gemeinschaftsaufgabe gelingen kann. Dabei sehen die teilnehmenden Unternehmen nicht nur die akute Notwendigkeit zu helfen, sondern auch die langfristigen Chancen, die sich durch die Zuwanderung bieten. Sie möchten Menschen, die vor Krieg und Verfolgung fliehen mussten, unterstützen und es ihnen ermöglichen, für die Zeit, in der sie in Deutschland bleiben, auf eigenen Beinen zu stehen.

„Nachdem in den vergangenen Monaten die Grundversorgung und Unterbringung der Ankommenden im Fokus stand, geht es jetzt zunehmend um die Integration in unsere Gesellschaft und in die Arbeitswelt“, erläutert Marlies Peine, Sprecherin von „Wir zusammen“. „Mit unserem Netzwerk haben sich einige namhafte Unternehmen zusammengeschlossen, um sich dieser Aufgabe dauerhaft zu widmen. Ziel von ‚Wir zusammen‘ ist es darüber hinaus, weitere Unternehmen zu motivieren und hinzuzugewinnen, um einen großen, deutschlandweiten Einsatz für die Integration von Flüchtlingen zu erreichen.“

Unter den Unternehmen, die auf der Website ihre Initiativen vorstellen, sind auch etliche Firmen aus Baden-Württemberg. Beispielsweise die Daimler AG, die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Ernst & Young, die Europa-Park GmbH oder der Pfullinger Fink-Verlag, der gemeinsam mit Flüchtlingen Lernhefte entwickelt. Andere Unternehmen ermöglichen Sprachunterricht, bieten Praktikums- und Ausbildungsplätze an oder fördern mit diversen Projekten den kulturellen Austausch.

Um sich dem Netzwerk anzuschließen, verpflichten sich Unternehmen, ein Integrationsprojekt durchzuführen und untermauern diese Verpflichtung durch ein Patenschaftsversprechen. Das jeweilige Projekt kann eine bereits bestehende oder eine neu gestartete Maßnahme sein, die darauf abzielt, Flüchtlinge in die Gesellschaft beziehungsweise in die Arbeitswelt zu integrieren. Wichtig ist, dass die Führung des Unternehmens und seine Mitarbeiter persönlich involviert sind. Die Initiativen sollten zudem längerfristig angelegt sein.