DRK Stuttgart integriert Zuwanderer

Das Deutsche Rote Kreuz (DRK) in Stuttgart engagiert sich in verschiedenen Bereichen in der Flüchtlingshilfe. Einerseits organisieren die Helfer integrative Projekte wie beispielsweise ein Fußballturnier. Gleichzeitig ermöglicht das DRK Zuwanderern eine Ausbildung zum Ersthelfer oder Rettungssanitäter. Erste gute Erfahrungen sind bereits gemacht worden.  

Die DRK-Bereitschaft Degerloch hat seit einiger Zeit einen neuen Kameraden: Den 19-jährigen Cudi Khal aus Kurdistan, der in Syrien ein Medizinstudium begonnen hat. Seine Schwester lebt bereits seit zwei Jahren in Deutschland. Im Dezember 2014 konnte der junge Mann im Rahmen der Familienzusammenführung legal nach Deutschland ausreisen, zwischenzeitlich hat er hier eine Aufenthalts- und Arbeitsgenehmigung bekommen.

Weil er sich hier engagieren und auch seinen Landsleuten helfen wollte, meldete er sich zunächst beim DRK in Stuttgart und bot seine Unterstützung an, erzählt Dieter Lutz, Pressereferent beim Kreisverband Stuttgart. Im Haus Martinus half der junge Mann dann zunächst als Übersetzer und bei den ärztlichen Sprechstunden, zu denen er derzeit weiterhin angefordert wird. Dann wurde er zur Bereitschaft in Degerloch vermittelt, wo er einen Sanitätskurs absolviert und als Lehrgangsbester abgeschlossen hat. Weitere Ausbildungen zum Rettungshelfer oder Rettungssanitäter sollen folgen.

Nach erfolgreichem Abschluss seines Deutschkurses will der junge Mann außerdem sein Medizinstudium fortsetzen, bei der Suche nach einem Studienplatz hilft ihm das DRK. Alleine bei der Bereitschaft in Degerloch haben zwischenzeitlich drei Flüchtlinge einen Ersthelfer- oder Sanitätskurs erfolgreich abgeschlossen. „Unsere Erfahrungen mit den Zuwanderern sind sehr gut“, betont Dieter Lutz: „Wir werden diese Art der Integration daher weiter anbieten und ausbauen.“ (mh)