Ein Gebetsraum für alle Religionen

Foto: Forum der Religionen

Das Forum der Religionen Mannheim hat in der Flüchtlingsunterkunft Benjamin Franklin Village einen interreligiösen Gebetsraum eingeweiht. Zu jeweils unterschiedlichen Zeiten sollen hier christliche und muslimische Gläubige beten können. Außerhalb der Gebetszeiten ist das Zimmer als „Raum der Stille“ durchgehend geöffnet.

Das Pilotprojekt gilt als bundesweit wegweisend: Ein Gebetsraum in einer Flüchtlingsunterkunft, der für alle Religionen offen ist. Sechs Monate haben die Vorbereitungen gedauert, am 13. Mai konnte der interreligiöse Raum im Mannheimer Benjamin Franklin Village dann im Beisein zahlreicher Vertreter von Kirche, Stadt und Regierungspräsidium feierlich eingeweiht werden. Der Ort gilt den Beteiligten als Zeichen des friedlichen Miteinanders, als ungeteilter Raum für den Glauben. Einerseits soll der Gebetsraum Muslimen die Möglichkeit geben, ihre Traditionen zu wahren und gleichzeitig neue Wege erproben zu können. Zudem wollen die Verantwortlichen der Kirchen den Flüchtlingen aller Religionen hier auch seelsorgerisch beistehen und helfen, wie der evangelische Dekan Ralph Hartmann bei der Einweihungsfeier erklärte. Sein katholischer Kollege Karl Jung betonte: „Glaube gibt auch in der Fremde Heimat.“ Die Einweihung des Raums sei „ein erneutes Zeichen an die Stadtgesellschaft, dass wir uns in der Verantwortung für alle Menschen und das friedliche Miteinander sehen.“