Integrationskurse sollen schneller beginnen

Das Bundeskabinett hat Mitte Juni eine weitere Änderung der Integrationskursverordnung beschlossen. Die neue Rechtssprechung ermöglicht es dem Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) künftig, Asylbewerber einem bestimmten Träger zuzuweisen, wenn ein Kurs nicht innerhalb von sechs Wochen zustande kommt. Damit soll der Zugang zu Integrationskursen beschleunigt werden.

„Sprache ist der Schlüssel zur Integration. Mit dem Ausbau der Integrationskurse haben wir bereits viel erreicht. Jetzt wollen wir mit der Änderung der Integrationskursverordnung den Zugang zu den Kursen weiter beschleunigen“, betonte Bundesinnenminister Thomas de Maizière bei der Vorstellung der beschlossenen Änderungen. Erstmals erhalte das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge die Möglichkeit, Teilnahmeberechtigte konkreten Integrationskursträgern zuzusteuern. „Erste Erfahrungen sind positiv, wir werden dies nach und nach ausweiten“, so Thomas de Maizière.

Mit der Änderung wird das BAMF befugt, Personen künftig einem bestimmten Kursträger zuzuweisen und zudem rascher steuernd einzugreifen, wenn ein Kurs nicht innerhalb von sechs Wochen zustande kommt. Dadurch sollen weitere Hindernisse für eine frühzeitige Kursaufnahme wegfallen. Gleichzeitig werden die Möglichkeiten von Kursteilnehmern, Kursträger im laufenden Kurs zu wechseln, eingeschränkt und Erleichterungen für eine kursbegleitende Kinderbetreuung geschaffen.