Bilder zwischen Glücksmomenten und Verzweiflung

Die Filmemacherin Susanna Wüstneck hat in einer kleinen Gemeinde im Münsterland sieben Monate lang Flüchtlinge mit ihrer Kamera begleitet, die nach ihrer Ankunft in einer Notunterkunft untergekommen sind. Herausgekommen ist ein berührender Dokumentarfilm, der von den Fluchtgründen und den teilweise erschütternden Erlebnissen der Menschen erzählt. 

Was verbindet die Menschen mit ihrer Heimat, was bindet sie daran? Und was bedeutet es, sein Zuhause zu verlieren oder zusehen zu müssen, wie es zerstört wird? Als die Filmemacherin Susanna Wüstneck erfuhr, dass in ihrer unmittelbaren Nachbarschaft in der Gemeinde Nottuln in einer leerstehenden Schule Flüchtlinge untergebracht werden, schnappte sie sich ihre Kamera und begleitete Flüchtlinge, Mitarbeiter und ehrenamtliche Helfer bei ihrem Alltag in der Unterkunft. Insgesamt sieben Monate lang haben die Dreharbeiten für den Dokumentarfilm „Keinheimatfilm“ gedauert.

Auf Festivals in ganz Europa gezeigt

Aus dem gesammelten Material hat Susanna Wüstneck einen Film geschnitten, der auf seine Weise einfühlsame und bewegende Geschichten von Flucht, Verlust und von den Schwierigkeiten eines Neuanfangs erzählt. „In Zeiten, wie diesen, in denen Veränderungen in unserem Land deutlich zu spüren sind und es in den Debatten immer weniger um menschliche Einzelschicksale, um Solidarität und Hilfe in der Not geht, ist ein Film wie dieser aktueller und wichtiger denn je“, sagt die Filmemacherin. Premiere hat der Film in der Heimat von Susanna Wüstneck in Münster gefeiert, seither wird er auf den verschiedensten Filmfestivals in ganz Europa gezeigt und besprochen. Zudem ist eine deutschlandweite Kinotour geplant. „Wir hoffen, den Film so vielen Menschen wie möglich zeigen zu können“, so Susanna Wüstneck. (heff)