Integration gemeinsam vorantreiben

Unter dem Titel „Vielfalt: Herausforderung und Chance für unser Land“ haben sich Ende Mai 2019 die Integrationsbeauftragten von Bund, Ländern und Kommunen zu ihrer Bundeskonferenz in Ulm getroffen. Im Zentrum der Gespräche standen praktische Fragen wie die Arbeitsmarktintegration von Frauen mit Einwanderungsgeschichte und die Arbeitsbedingungen von EU-Bürgerinnen und -Bürgern.

Das Land Baden-Württemberg wurde auf der Bundeskonferenz der Integrationsbeauftragten durch Manne Lucha vertreten, Minister für Soziales und Integration. Er betont: „Vielfalt ist unsere Stärke, das beweisen wir in Baden-Württemberg Tag für Tag. Unsere heutige Vielfalt ist das Ergebnis von Tausenden von Jahren der Bevölkerungsausbreitung, Migration und Vermischung. Damit alle die Vorteile von Vielfalt erkennen können, bleibt allerdings noch einiges zu tun. Wir entscheiden, wie wir zusammenleben wollen. Ob wir für den anderen einstehen, achtsam miteinander umgehen, aufeinander aufpassen, kurz: ob wir zusammenhalten wollen. Integration schafft Zusammenhalt. Und Integration ist ein langfristiger Prozess – wir dürfen sie nicht auf die zuletzt Geflüchteten reduzieren. Aber auch hier sind wir auf einem guten Weg, das melden uns auch unsere Kommunen zurück, in denen 220 Integrationsbeauftragte und 1200 Integrationsmanagerinnen und - manager Tag für Tag hervorragende Integrationsarbeit leisten. Gerade in Zeiten des Fachkräftemangels und in Erwartung eines wirksamen Einwanderungsgesetzes sehen wir – wie auch die baden-württembergische Wirtschaft – sehr viele Potenziale, die wir zum Vorteil aller Beteiligten zukünftig noch besser ausschöpfen wollen.“

Sprache und Werte von Anfang an vermitteln

Nach Ulm geladen hatte die Staatsministerin für Integration und Beauftragte der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration, Annette Widmann-Mauz. Sie sieht in einer gelungenen Integration eine Investition in die Zukunftsfähigkeit des Landes, wie die CDU-Politikerin erklärte: „Damit Integration gelingt, müssen wir Menschen, die zu uns kommen, Sprache und Werte von Anfang an vermitteln. Dazu gehört der Zugang zu guten Sprach- und Integrationskursen, zugleich müssen wir die Arbeitsmarktintegration weiter vorantreiben. Mit dem Ausländerbeschäftigungsförderungsgesetz und der Beschäftigungsduldung sind wir auf dem richtigen Weg. Wir müssen aber auch dafür sorgen, dass besonders Frauen mit Einwanderungsgeschichte noch besser beruflich und gesellschaftlich Fuß fassen können. Denn Frauen sind wichtige Motoren der Integration für die ganze Familie.“

Quelle: Pressestelle der Beauftragten für Migration, Flüchtlinge und Integration