Wie verständige ich mich mit Flüchtlingen?

Die Erfahrung zeigt, dass die meisten Flüchtlinge schnell Grundkenntnisse in der deutschen Sprache erwerben, oder es in den Unterkünften bereits Asylsuchende gibt, die schon so gut Deutsch sprechen, dass sie übersetzen können. Ein großer Teil der Flüchtlinge spricht auch Englisch. Eine weitere Alternative ist der sogenannte „Dolmetscher-Pool“ von rund 200 Dolmetscherinnen und Dolmetschern, die auf über 100 Sprachen übersetzen können:

  • Das „Dolmetscherverzeichnis der Gerichtsdolmetscher“ gilt für ganz Baden-Württemberg und ist bei jedem Gericht zu beziehen.
  • Die Adresse der bundesweiten Dolmetscher- und Übersetzerbank lautet: www.gerichts-dolmetscher.de.

Aus diesen Listen können Übersetzer angefordert werden. Die Kosten werden vom jeweils zuständigen Amt getragen, wenn der Dolmetscher zu Behörden- und Verwaltungsgängen des Flüchtlings benötigt wird. Weitere Informationen finden Sie unter www.justizportal-bw.de.

 

Beachten: Dolmetschertätigkeiten bei Konflikten im Wohnheim oder bei privatem Bedarf werden nicht bezahlt.


Kinder sollten nicht in jedem Fall als Dolmetscher fungieren, da nicht alle Gesprächsinhalte für sie geeignet sind.


Um die Verständigung der Flüchtlinge zu unterstützen, eignen sich Gesprächskreise oder Rollenspiele mit Alltagsfragen zu den Themen:

  • → Behördengänge
  • Bewerbungen
  • Verkehr und Infrastruktur
  • Arztbesuche
  • Schulgespräche
  • Einkaufen

Die Lernangebote sollten sich an den Bedürfnissen und der Lebenswelt der Flüchtlinge orientieren, preisgünstig, gut zu erreichen, ohne Altersbeschränkung sowie für alle Interessenten zugänglich sein. Achten Sie bei den Angeboten darauf, dass eine Kinderbetreuung organisiert ist, sodass auch Mütter mit kleinen Kindern daran teilnehmen können.