Ich finde die Arbeit der Kommune/des Landkreises nicht zufriedenstellend – was nun?

Um eine möglichst hohe Qualität bei der Unterbringung und Betreuung von asylsuchenden Menschen zu gewährleisten, sind die Kommunen und Landkreise verpflichtet, verschiedene Leistungen anzubieten. Auch wenn man bei den Hauptamtlichen ein engagiertes und gewissenhaftes Arbeiten voraussetzen darf, ist aufgrund der hohen Zugangszahlen die Arbeitsbelastung zuweilen sehr hoch. Das kann zu Problemen führen. Fragen Sie nach, wenn Ihnen etwas auffällt. Viele Ehrenamtliche trauen sich nicht, die Arbeit der Hauptamtlichen zu kritisieren, oder sie wissen nicht, an wen sie sich in solchen Fällen wenden können.

Dafür gibt es verschiedene Möglichkeiten:

  • Aktiv den Dialog mit den Beteiligten suchen und das Problem sachorientiert ansprechen.
  • Eine Vertrauensperson bei etablierten Bündnispartnern suchen, zum Beispiel bei den Wohlfahrtsverbänden oder dem Städtetag Baden-Württemberg.
  • Den Flüchtlingsdiakon/die Flüchtlingsdiakonin informieren.
  • Kontakt aufnehmen zur Staatsrätin für Bürgerbeteiligung und Zivilgesellschaft Gisela Erler.
  • Die Ombudsperson einschalten.

 

Gut zu wissen!

Die Landesregierung Baden-Württemberg hat im Zuständigkeitsbereich des Ministeriums für Integration eine unabhängige Ombudsstelle für die Landeserstaufnahmeeinrichtungen geschaffen. Die Ombudsperson ist Ansprechpartner für alle Beteiligten. Sie soll Beschwerden und Anregungen schnell und informell aufnehmen und weiterleiten (siehe Kapitel 2, Seite 25 und Kapitel 5, Seite 73).

 

Hinweis:

Der Austausch mit Ehrenamtlichen aus anderen Kommunen und Landkreisen kann bei der Beurteilung der Kritikpunkte hilfreich sein und zur Optimierung der eigenen Arbeit beitragen. Unter www.fluechtlingshilfe-bw.de finden Sie einige bewährte Praxisbeispiele mit Ansprechpartnern und Erfahrungsberichte Ehrenamtlicher.