Verbraucherschutz für Flüchtlinge: Eigenes Girokonto

Für die Teilhabe am Wirtschaftsleben in Deutschland ist dabei der Zugang zu einem eigenen Girokonto unerlässlich. Seit einigen Monaten geht das leichter als zuvor: Nun können Flüchtlinge in Deutschland ein Basiskonto eröffnen, auch wenn sie keinen Pass oder Ausweis haben. Eine Kontoeröffnung ist übergangsweise auch dann möglich, wenn Flüchtlinge Dokumente vorlegen können, die den Briefkopf einer deutschen Ausländerbehörde und Angaben zu ihrer eigenen Identität tragen – wie Foto, Namen, Geburtsort, Geburtsdatum, Staatsangehörigkeit und Anschrift. Zudem müssen die Dokumente das Siegel der Ausländerbehörde und eine Unterschrift des Ausstellers enthalten.

Inhaberinnen und Inhaber eines solchen Kontos können beispielsweise Ein- und Auszahlungen tätigen, Daueraufträge und Überweisungen veranlassen oder Kartenzahlungen durchführen. Dieses Konto kann jedoch grundsätzlich nicht überzogen werden. Einen gesetzlich festgeschriebenen Anspruch auf einen Zugang zu einem Basiskonto gibt es momentan noch nicht, dieser soll jedoch geschaffen werden: Das laufende Gesetzgebungsverfahren soll voraussichtlich in der ersten Jahreshälfte 2016 abgeschlossen sein.

Zur Übersicht Verbraucherschutzinfos