Flüchtlinge können Freiwilligendienste leisten

Foto: Diakonie Württemberg

Das Diakonische Werk Württemberg hat seit einiger Zeit seine verschiedenen Freiwilligendienste auch für Geflüchtete geöffnet. Die Erfahrungen damit sind überaus positiv, weshalb die Diakonie die vielen Initiativen und Freundeskreise im Land dazu aufruft, Menschen mit Fluchterfahrung  für solch einen Dienst zu vermitteln.

Knapp 20 Flüchtlinge  aus unterschiedlichen Ländern absolvieren derzeit über das Diakonische Werk Württemberg einen Freiwilligendienst, einige mehr könnten es nach den bisher gemachten Erfahrungen durchaus noch sein. „Die Mitarbeit in unseren Einrichtungen ist gelebte Integration, unsere Erfahrungen damit sind sehr gut“, sagt Oberkirchenrat Dieter Kaufmann, Vorstandsvorsitzender des Diakonischen Werks. Er will daher die vielen Ehrenamtlichen in den Freundeskreisen und Initiativen im Land ermuntern, weitere Menschen mit Fluchterfahrung für einen solchen Freiwilligendienst zu vermitteln. „Es sind noch Plätze frei, der Einstieg ist jederzeit möglich“, betont er.

Voraussetzung dafür ist, dass die Bewerberinnen und Bewerber mindestens 18 Jahre alt und in Deutschland registriert beziehungsweise gemeldet sind. Außerdem sollten erste Sprachkenntnisse vorhanden sein, ebenso die Bereitschaft, diese zu verbessern. Im Angebot sind Freiwilligendienste mit einer Dauer von sechs bis 18 Monaten. Auch junge Erwachsene, die bereits älter als 27 Jahre sind, können berücksichtigt werden. Die Freiwilligen werden bei ihrem Dienst von Mitarbeitenden der Diakonie pädagogisch begleitet und dabei unterstützt, sich beruflich zu orientieren. Die Kontakte bei der Arbeit und mit anderen Freiwilligen bringe den Geflüchteten das „Alltags-Deutschland“ nahe, so Dieter Kaufmann. Gleichzeitig würden sich auch die sprachlichen Fähigkeiten verbessern.