Eine Lernwerkstatt für Flüchtlinge

Was Anfang 2014 in Schwäbisch Gmünd ins Leben gerufen wurde, gilt inzwischen bundesweit als Vorzeigeprojekt: die „Lernwerkstatt HuT - Handwerk und Technik für Flüchtlinge“, in der seit der Gründung  zahlreiche Asylbewerber handwerklich ausgebildet wurden und nebenbei die deutsche Sprache gelernt haben.

Derzeit werden in der Werkstatt für Erstaufnahmeeinrichtungen im Land Kinderbetten und Babykrippen gebaut, die pünktlich vor Weihnachten ausgeliefert werden. Jedes einzelne Stück ist dabei ein Unikat, das unterschiedlich bemalt und gestaltet wird. „Jedes Kind soll in seinem Bett seine eigene Welt haben“, erzählt Teamleiter Ludwig Majohr, der als gelernter Handwerker, Ingenieur und Pädagoge die Lernwerkstatt gegründet hat. Mehr als hundert Flüchtlinge aus unterschiedlichsten Kulturkreisen haben in der Werkstatt bisher die Kunst des Handwerks gelernt, 26 davon konnten dank der erlernten Fertigkeiten über die Agentur für Arbeit an Firmen vermittelt werden. Die Nachfrage seitens der Industrie sei enorm, betont Ludwig Majohr. Aus den Erfahrungen der vergangenen Monate wurde nun das Begleitheft „Deutsch in der Werkstatt“ entwickelt, das mit seinen methodischen Hinweisen und praktischen Übungen als Lernhilfe und Anleitung wertvolle Dienste leistet. (mh)

 

Fotos: Lernwerkstatt HuT – Handwerk und Technik für Flüchtlinge