Initiative „Uni für alle“ unterstützt junge Flüchtlinge

In Freiburg setzen sich seit Mai dieses Jahres knapp 20 Studierende  dafür ein, dass Flüchtlinge aller Nationalitäten an der Universität Gasthörer werden können. Die Besonderheit der Initiative Uni für alle“: Jeder Geflüchtete bekommt über ein Buddyprogramm eine Studentin oder einen Studenten zugeteilt, der ihn als Paten an der Hochschule begleitet.

Unter anderem werden die jungen Flüchtlinge in das Online-Kurssystem der Universität eingeführt. Sie bekommen die Vorlesungsräume gezeigt und werden in die Nutzung der Bibliothek eingeführt. Gleichzeitig entstehen auf diesem Weg auch Kontakte und echte Freundschaften: So unternehmen viele der „Buddys“ zwischenzeitlich auch abends zusammen etwas in der Stadt Freiburg oder sie gehen gemeinsam in den Unichor. Dabei soll das Gasthörerprogramm nur ein Anfang sein. Ziel ist, dass Flüchtlinge grundsätzlich kostenlos oder über Zuschüsse eines Notfallfonds, die über das Wissenschaftsministerium beantragt werden können, an der Uni studieren können. Derzeit leben in Baden-Württemberg schätzungsweise bis zu 20.000 junge Flüchtlinge, die eine Zulassungsvoraussetzung für ein Hochschulstudium mitbringen.  (mh)

 

Fotos: Uni für alle