Ministerium fördert Flüchtlinge bei Berufsorientierung

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Das Wirtschaftsministerium fördert junge Flüchtlinge bei der Berufsorientierung und stellt dafür 450.000 Euro zur Verfügung. "Eine abgeschlossene Berufsausbildung und Beschäftigung gehören zu den grundlegenden Voraussetzungen, damit Integration gelingt. Dazu müssen die Flüchtlinge aber erst einmal die Ausbildungsberufe kennenlernen und wissen, wo ihre Fähigkeiten liegen", betont Wirtschaftsministerin Nicole Hoffmeister-Kraut.

Insgesamt zehn Träger beteiligen sich bisher an dem landesweiten Programm, darunter neben dem Internationalen Bund Baden mit verschiedenen Standorten und dem Bildungswerk Aalen auch die Handwerkskammern Ulm, Freiburg, Karlsruhe und Konstanz. Über ganz Baden-Württemberg verteilt bieten sie seit Mitte/Ende August in ihren überbetrieblichen Bildungsstätten für insgesamt 650 Flüchtlinge eine Berufserprobung an. Die jungen Flüchtlinge können dabei zunächst in einer eintägigen Kompetenzanalyse ihre Fähigkeiten testen. Anschließend besteht die Möglichkeit, sich in 80 Stunden unter Anleitung eines Ausbilders in mindestens drei Berufsfeldern in der überbetrieblichen Bildungsstätte zu erproben. Zudem werden die Flüchtlinge über das deutsche System der Berufsausbildung, das Spektrum der Berufe sowie die Anforderungen und Werte der betrieblichen Arbeitswelt in Deutschland informiert.

Um die Ausbilderinnen und Ausbilder zu unterstützen, gehören außerdem eine zusätzliche sozialpädagogische Betreuung, ein Dolmetscherdienst oder eine verantwortliche Ansprechperson zur Förderung. Das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau stellt landesweit 450.000 Euro für das Berufserprobungsprogramm zur Verfügung. "Uns ist es wichtig, einerseits den jungen Flüchtlingen rasch eine berufliche Perspektive zu geben, andererseits dafür zu sorgen, dass die Betriebe geeignete und motivierte junge Auszubildende bekommen", erklärt Wirtschaftsministerin Nicole Hoffmeister-Kraut. Neben dem Spracherwerb sei es auch entscheidend, dass die jungen Menschen Berufe kennen lernen würden.