Flüchtlingsdialog in Weinheim

Foto: Hannes Wezel

Knapp 44.000 Einwohner, davon 25.000 aktiv in Vereinen und Organisationen: Fast eine ganze Stadt engagiert sich für das Gemeinwohl. Und wie. Vor einem halben Jahr wurde ein erstes Treffen initiiert, um ehrenamtliche Unterstützer für die Flüchtlingshilfe zusammenzutrommeln. Nun wurde in der Stadthalle erneut getrommelt: Nicht nur von der afrikanischen Gruppe „One World“, sondern insbesondere für einen Kommunalen Flüchtlingsdialog in der Stadt.

Weinheim ist eine von sechs Pilotkommunen im Land, die mit dem kommunalen Flüchtlingsdialog ganz bewusst neue Wege gehen wollen. Bürgermeister Torsten Fetzner machte an der Auftaktveranstaltung Ende April in der Stadthalle deutlich: „Wir wollen nicht nur zeigen, dass die geflüchteten Menschen bei uns willkommen sind, sondern mit den neuen und alten Bürgern ins Gespräch darüber kommen, wie Integration gehen kann. Dazu führen wir einen kommunalen Flüchtlingsdialog durch.“ Viele gute Beispiele und Geschichten wurden dazu erzählt, auch von Flüchtlingen selbst und teils sogar auf Deutsch. Die „Refugee Band“, eine bunte, alters- und kulturell gemischte Gruppe, sorgte für beste Stimmung und die Integrationsbeauftrage Ulrike Herrmann konnte an diesem Abend aus dem Vollen schöpfen: Ob Wohnungsvermittlung, Malkurs mit Kindern, Kinder-Mitmach-Zirkus oder Patenschaften mit lokalen Unternehmen - Weinheim ist eine Vorzeigekommune in Sachen Integration. (Hannes Wezel)

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