Neues Handbuch für lokale Bündnisse und Arbeitskreise

Foto: Landesarbeitsgemeinschaft Offene Jugendbildung Baden-Württemberg

Zurzeit engagieren sich viele Menschen in ihrem lokalen Umfeld für Geflüchtete und Menschenrechte. Dafür organisieren sich oft spontan große Arbeitskreise. Ganz nebenbei stemmen diese Initiativen im Hintergrund die Abläufe der ehrenamtlichen Arbeit, sie müssen eigene Organisationsformen finden und sich abstimmen. Ein neues Handbuch für lokale Bündnisse soll dabei vor Ort unterstützen.

Viele ehrenamtliche Arbeitskreise sehen sich in der Praxis häufig mit abwertenden Haltungen konfrontiert. Engagierte Menschen in der Flüchtlingshilfe stecken plötzlich in Diskussionen, die ein vielfältiges Miteinander in Frage stellen. Andernorts gibt es Bündnisse, die sich gezielt gründen oder schon bestehen, um abwertenden und fremdenfeindlichen Positionen zu widersprechen.

In dem „Handbuch für lokale Bündnisse gegen Rassismus und Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit“, einer praxisnahen Handreichung, finden engagierte Ehren- und Hauptamtliche aus unterschiedlichsten  lokalen Initiativen ein fundiertes Handwerkzeug für die Zusammenarbeit und die Gründung von Arbeitskreisen. Es werden Bündnistypen vorgestellt, dazu gibt es Checklisten für die Organisation von Treffen und Aktivitäten sowie Interviews und Beispiele aus Baden-Württemberg.  Ein umfangreicher Serviceteil mit Ansprechpartnern und Angeboten im Land rundet das Handbuch ab.

Die Vernetzungs- und Anlaufstelle gegen Rassismus, Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit und Rechtsextremismus bei der LAGO hat das Handbuch mit einem Vorwort von Staatsrätin Gisela Erler herausgebracht. Die Stelle berät und fördert seit 2013 lokale Initiativen für ein vielfältiges demokratisches Miteinander. Gefördert wurde das Handbuch vom Ministerium für Soziales und Integration Baden-Württemberg. Gedruckte Exemplare können bei der Landesarbeitsgemeinschaft offene Jugendbildung (LAGO) kostenfrei bestellt werden.