Wie Fremde zu Freunden werden können

Vor vier Jahren hat ein kleiner Freundeskreis in Berlin die Initiative „Start with a Friend“ gegründet, zwischenzeitlich führt das vielfach preisgekrönte Patenprojekt in 23 Städten Menschen zusammen. Neben der Vermittlung von Tandempartnerschaften zwischen Geflüchteten und Einheimischen gehört seit kurzem auch noch ein Qualifizierungsprogramm im Bereich Integration zum Angebot.

Mit ihrem Projekt „Start with a Friend“ wollen die Initiatoren neue, bereichernde Begegnungen zwischen geflüchteten Menschen und Einheimischen ermöglichen, indem sie Tandempartnerschaften vermitteln. Das gelingt seither mit großem Erfolg: In den vergangenen drei Jahren hat der Verein in bundesweit 23 Städten bereits rund 3400 solcher Tandems vermittelt. Im Vordergrund steht dabei ein freundschaftlicher Austausch auf Augenhöhe und der gegenseitige Respekt.

Verein bildet Fellows als Botschafter aus

Auf dieser Basis wollen die Initiatoren ihre Idee nun weiter in Deutschland etablieren. Seit Anfang März bildet der Verein daher neben den vielen aktiven Freiwilligen sogenannte Felllows aus, Gefährten, die als Botschafter in den verschiedenen Städten eingesetzt werden. Zu ihren Aufgaben gehört es unter anderem, Netzwerke vor Ort zu schaffen, Öffentlichkeitsarbeit zu betreiben und weitere Tandempartnerschaften zu vermitteln.

Fünf neue Standorte im Aufbau

Vorbereitet werden die Fellows auf ihre Arbeit in der SwaF-Academy, die von der Deutsche Bank Stiftung gefördert wird. Nach der Schulung sollen sie dann die Teams an den bestehenden Standorten verstärken, unter anderem in Freiburg und Stuttgart. Insgesamt fünf Fellows bauen zudem neue Standorte in Cottbus, Essen, Hannover, München und Nürnberg auf. Wer Interesse an solch einer Ausbildung hat, kann sich bei dem Verein melden.