Fotos und Zeichnungen von Kriegskindern

Im Aalener Rathaus ist eine Ausstellung eröffnet worden, in der Fotografien und Zeichnungen von syrischen Flüchtlingskindern gezeigt werden. Gemalt worden sind die Bilder an einer Schule in der türkischen Stadt Antakya, die von der Partnerstadt Aalen mit Spenden und einem Zuschuss des Landes Baden-Württemberg im Rahmen eines Hilfsprojekts gebaut worden ist.

Text aus dem Begleitbuch zur Ausstellung „Kriegskinder“:

Als die Fassbombe explodiert, sitzt Baraa al-Agrac im Garten unter einem Feigenbaum. 500 Meter entfernt schlägt die Bombe auf der Erde auf, die Druckwelle ist so stark, dass die Scheiben im Haus nebenan zerbersten. Der 13-Jährige, seine sechs Geschwister und die Eltern schnappen Decken, Kissen, Kleidung und fliehen vor dem Tod. „Wir haben unsere Kleider schon gar nicht mehr in die Schränke geräumt, sondern in der Nähe der Türe aufbewahrt“, erzählt Baraas Mutter Safa Mohammed. Wenn die Luftangriffe losgingen, musste es schnell gehen. Noch elf dieser Bomben voller Schrappnellen, Nägeln und Benzin werfen die Flieger an diesem Tag im Januar 2013 über der syrischen Stadt Hama ab. Wen sie damit treffen wollen - wer weiß da schon. Fassbomben töten willkürlich.