Begegnungen der kulinarischen Art

Foto: Christina Kratzenberg

Der Freundeskreis Asyl in Ostfildern hat gemeinsam mit Geflüchteten ein Kochbuch kreiert, in dem allerlei Rezepte aus fernen Ländern zum Nachkochen einladen. Das reich bebilderte Werk ist am 12. Dezember erschienen und erzählt dabei auch Geschichten über die Menschen hinter den Rezepten, um so über den Tellerrand zu schauen.

Wer kennt schon  Auberginencurry aus Pakistan, syrischen Strudel, einen Hähnchen-Kartoffel-Auflauf aus Afghanistan oder Suksa, einen „kalten Hund“ aus Syrien? Diese und viele andere Rezepte, darunter auch etliche Süßspeisen und Plätzchen, sind für das Kochbuch „Café Syria – Über den Tellerrand schauen“ gesammelt worden. Herausgekommen ist ein reich bebildertes Sammelsurium exotischer Gerichte und Namen. Entstanden ist die Idee für das Kochbuch im Rahmen des Wettbewerbs um den Deutschen Integrationspreis der Hertie-Stiftung, bei dem es das Café Syria von 250 Bewerbern unter die letzten 32 Projekte geschafft und das Finale letztlich nur knapp verpasst hat.

Bis zu 150 Bürgerinnen und Bürger kommen seit August 2016 regelmäßig in das Café, wenn Familien aus Syrien zum gemeinsamen Essen und Reden einladen. Dem gleichen Prinzip folgt nun das Kochbuch: Die liebevoll zusammengestellten Rezepte sollen einerseits zum Ausprobieren einladen, etwa die orientalisch-schwäbischen Kässpätzle, die eine gebürtige Französin erfunden hat. Gleichzeitig werden in dem Buch aber auch Geschichten über die Menschen erzählt, die ihre Rezepte mitgebracht haben. Auf diesem Weg soll das Buch anregen zu kulinarischen und weiteren interkulturellen Begegnungen, wie Ursula Zitzler sagt, die Vorsitzende des Freundeskreises Asyl Ostfildern: „Jenseits des Tellerrands gibt es viel zu entdecken.“

Foto: Christina Kratzenberg
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