Kitchen on the run: Integration am Küchentisch

Ein Team an Ehrenamtlichen reist mit einem mobilen Küchencontainer durch Deutschland und organisiert Kochveranstaltun­gen, bei denen sich Menschen mit und ohne Fluchterfahrung begegnen können. Die Idee zu dem Projekt Kitchen on the run hatten die Macher bereits 2015, zwischenzeitlich sind sie schon weit herumgekommen und haben auf ihre Weise den Austausch zwischen Geflüchteten gefördert.

Gegründet wurde die Initiative in Berlin von einer Kulturmanagerin, einer promovierten Soziologin und Friedensforscherin sowie einem Psychologen. Sie selber erklären das erfolgreiche Projekt und seine Möglichkeiten mit eigenen Worten so:

„Kitchen on the Run schafft ein Angebot, das sich gleichermaßen an Beheimatete wie Geflüchtete wendet. Wir sprechen die Einladung aus und stellen den Raum für ein Kennenlernen auf neutralem Boden. Wir sorgen für die nötige Umgebung und Atmosphäre, wir stellen die Zutaten und geben mit unserer Einladung und Moderation den Anstoß, aufeinander zuzugehen und in einen Dialog zu treten. Wir geben Geflüchteten die Möglichkeit als Gastgeber aufzutreten und den Beheimateten über landestypische Gerichte einen Einblick in die jeweilige Kultur zu geben. Beheimatete erfahren durch die gemeinsame Zubereitung und den Genuss fremder Rezepte und Speisen einen einfachen und positiven Zugang zur Kultur und Lebenswelt der Geflüchteten, als Anfang für ein intensiveres Kennenlernen. Wir ermöglichen unseren Gästen durch den persönlichen Kontakt zu Geflüchteten und Beheimateten stereotypische Annahmen in Frage zu stellen und mit Hilfe von individuellen Geschichten Empathie füreinander zu entwickeln und Vorurteile abzubauen. Wir schaffen zudem lokale Netzwerke zwischen Organisationen und Institutionen und zeigen Verbindungen und Gemeinsamkeiten auf. Durch die Spuren, die die Gäste an den unterschiedlichen Orten im Container hinterlassen, entsteht das Gefühl, Teil eines großen Ganzen zu sein. Wir inspirieren die Gäste unserer Kochabende, sich ehrenamtlich zu engagieren oder eigene Projekte zu starten.“