Mädchen und Frauen fürs Vereinsleben gewinnen

Der Schwäbische Turnerbund (STB) hat im vergangenen Jahr gemeinsam mit dem Internationalen Bund das Pilotprojekt „aktiF" gestartet. Ziel des neuen Angebots ist es, insbesondere Vereine im ländlichen Raum in ihrer interkulturellen Kompetenz zu stärken, um vor allem Mädchen und Frauen aus arabischen Ländern für den Sport und das Vereinsleben zu gewinnen.

Die turnerischen Sport- und Bewegungsangebote des Schwäbischen Turnerbunds sprechen vorwiegend Frauen an. Dennoch sind Mädchen und Frauen mit Migrationshintergrund, insbesondere aus dem arabischen Raum, bisher noch wenig in den Turn- und Sportvereinen vertreten. Die Zielgruppe bietet jedoch ein großes Potenzial für die Zukunft der Vereine. Die Frauen sind wichtige Multiplikatorinnen, wenn sie im Verein aktiv sind. Sie können weitere Frauen motivieren, am Vereinsleben teilzunehmen und gleichzeitig sind sie ausschlaggebend dafür, dass auch die Kinder Zugang zu den Vereinsangeboten erhalten. Ziel des Projekts  „aktiF – aktiv integrativ – Frauen im Verein“ ist daher, den Mädchen und Frauen insbesondere aus arabischen Ländern die Angebote der Turn- und Sportvereine näher zu bringen und sie langfristig an die Vereine zu binden.

Das Pilotprojekt ist dabei ein Gemeinschaftsprojekt des Schwäbischen Turnerbunds und des Internationalen Bunds. Es wird im Rahmen des Programms „Zusammenhalt durch Teilhabe“ seit Juni 2016 durch das Bundesministerium des Innern über einen Zeitraum von zunächst zwei Jahren gefördert. Das Konzept sieht dabei zunächst vor, insbesondere Vereine im ländlichen Raum in ihrer interkulturellen Kompetenz zu stärken. Die Projektverantwortlichen suchen daher lokale Partner, die Kontakt zu Mädchen oder Frauen haben, die an einem Bewegungsangebot im Verein Interesse haben. Sie bekommen im Rahmen des Projekts unter anderem Hilfestellungen, wie sie die Mädchen und Frauen für ihre Bewegungsangebote gewinnen können.