Mit Kunstprojekten Begegnungen ermöglichen

Foto: Landesverband der Kunstschulen BW

Der Landesverband der Kunstschulen hat eine Broschüre herausgegeben, in der das vielfältige Engagement der einzelnen Einrichtungen für Flüchtlinge vorgestellt wird. Die Dokumentation, in der die Erfahrungen aus mehr als 80 Projekten beschrieben werden, soll Einblicke in die künstlerische Arbeit geben und zur Nachahnmung inspirieren.

Im Dezember 2015 hat das Land Baden-Württemberg in einem fraktionsübergreifenden Konsens den 36 baden-württembergischen Kunstschulen für die Arbeit mit geflüchteten Menschen 180.000 Euro zur Verfügung gestellt. Mit Hilfe dieser Unterstützung war es möglich, dass im Jahr 2016 zahlreiche Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene an verschiedenen Kunstprojekten teilnehmen konnten.

Mehr als 80 Projekte mit Flüchtlingen

Insgesamt wurden in den Einrichtungen mehr als 80 Projekte durchgeführt, die nun in einer 60-seitigen Broschüre vorgestellt werden. Dazu werden in der Publikation auch die Herausforderungen und besondere Erfahrungen benannt. Neben einer Analyse der Ergebnisse finden sich außerdem Statements der Kunstschulleitungen zur Arbeit mit Geflüchteten sowie Interviews mit Betroffenen und Beteiligten, etwa der Zwölfjährigen Sahar aus Afghanistan, die in Reutlingen an einem Zeichenkurs teilgenommen hat, und einer Dozentin, die in Heilbronn mit jungen Geflüchteten arbeitet.

Wie aus der Fremde eine Heimat wird

Eines der Grußworte in der Dokumentation kommt von der Landtagspräsidentin Muhrem Aras, die sich dabei an die Dozentinnen und Dozenten der Kunstschulen wendet: „Sie haben weit mehr als Kunst produziert. Sie haben Begegnungen geschaffen. Für eine gelungene Integration ist das der wichtigste Schritt überhaupt. Im Umgang mit den vielen nach Deutschland und Baden-Württemberg gekommenen Geflüchteten ist das entscheidend – für beide Seiten. Damit aus der Fremde eine Heimat wird und umgekehrt aus Fremden Mitmenschen werden.“

Monika Fahrenkamp, Vorsitzende des Landesverbandes der Kunstschulen, hält es angesichts der gemachten Erfahrungen für wichtig, die Arbeit zu verstetigen, wie sie in ihrem Grußwort schreibt: „Wir alle wünschen uns Nachhaltigkeit und vielleicht macht es die umfassende eindrückliche Dokumentation möglich, dass weiterhin Mittel vom Land Baden-Württemberg für diese gesellschaftlich wertvolle Aufgabe über die Kunstschulen in die Arbeit mit Geflüchteten fließen.“