Begegnung mit Glaube, Kultur und Bräuchen

Foto: Kai Loges / die arge lola

In Deutschland leben fast zwei Millionen orthodoxe und altorientalische Christen. Obwohl sie zum großen Teil aus Ländern kommen, die auch als „Wiege des Christentums“ bezeichnet werden, ist nur wenig bekannt über ihren Glauben, die Kultur und Bräuche. Um das Kennenlernen zu fördern, hat die Akademie der Diözese Rottenburg-Stuttgart das Projekt „Schatz des Orients“ gestartet.

Das Hauptziel des Projekts ist es, der „Unsichtbarkeit“ der altorientalischen und orthodoxen Kirchen entgegenzuwirken. Um diesem Defizit konstruktiv zu begegnen, werden von der Akademie verschiedene Veranstaltungen organisiert, die das Kennenlernen und die Präsentation der Ostkirchen und ihrer Christen sowie ihrer Strukturen nach außen hin ermöglichen. Erst wenn die orthodoxen und altorientalischen Christen tatsächlich mehr Aufmerksamkeit in der Öffentlichkeit und in den Medien erreicht haben, ist es aus Sicht der Initiatoren möglich, mit ihnen gemeinsam an weiteren Projekten zu arbeiten. Ein weiterführendes Ziel ist zudem, die altorientalischen und orthodoxen Christen mitsamt ihren Strukturen an kommunale sowie ehrenamtliche Flüchtlings- und Integrationsarbeit heranzuführen und somit gesellschaftlich zu aktivieren.

Interreligiöse Zusammenarbeit

Das Projekt wird in Zusammenarbeit mit der Diözese Rottenburg-Stuttgart – Hauptabteilung VII – Glaubensfragen und Ökumene, der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen Baden-Württemberg (ACK), dem Dienst für Mission, Ökumene und Entwicklung der Evangelischen Landeskirche in Württemberg (DiMOE) und dem Internationalen Konvent christlicher Gemeinden Württemberg (IKCGW) verwirklicht. Es bestehen zudem zahlreiche weitere Anknüpfungspunkte für Kooperationen mit staatlichen Institutionen aus Politik, Recht, Wissenschaft sowie eine Chance auf interkonfessionelle, interreligiöse und interkulturelle Zusammenarbeit.

(Quelle: Akademie der Diözese Rottenburg-Stuttgart)