Hilfe für romastämmige Frauen und ihre Familien

Ein von der Landesregierung unterstütztes Projekt soll romastämmigen Frauen und ihren Familien bessere Zukunftsperspektiven ermöglichen. „Investitionen zugunsten von Müttern haben positive Auswirkungen auf die Wirtschaft vor Ort“, betonte Europaminister Friedrich beim Stuttgart-Meeting des Internationalen Roma-Mütterzentrumnetzwerks. Für Staatsrätin Gisela Erler sind Mütterzentren Orte gelebter Partizipation.

Das Internationale Mütterzentrum-Netzwerk mine e.V. mit Sitz in Stuttgart hat Mitte Februar zu einem Treffen im Generationenhaus Heslach geladen, um mit Vertretern aus ganz Europa ein Projekt vorzustellen, das der Verein initiiert hat. Erklärtes Ziel ist, mit einem nachhaltigen Konzept Mütterzentren in Serbien und Bulgarien aufzubauen und dafür eine Unterstützerplattform zu schaffen. „Wir unterstützen die Mütterzentren in diesen Ländern darin, sich wieder aufzustellen. Damit können wir sie revitalisieren und gleichzeitig die Vernetzung mit baden-württembergischen Mütterzentren vorantreiben“, erklärte Peter Friedrich, Minister für Bundesrat, Europa und internationale Angelegenheiten, bei dem Treffen.

Staatsrätin Gisela Erler stellte beim Stuttgart-Meeting im Heslacher Generationenhaus die Wirkung von Mütterzentren für die Familien, die Entwicklung einer Region und die Teilhabe vor Ort heraus. „Diese Institutionen treten für die Rechte und Interessen der Mütter ein, die hier zusammenkommen, sich austauschen und gegenseitig unterstützen. Das kommt letztlich der gesamten Romagemeinde und einer ganzen Region zugute“, so Gisela Erler.

Das Staatsministerium Baden-Württemberg unterstützt das internationale Projekt „Sustainable Space for Participation and Engagement – Roma Mothers Centers in the Danube Region“ im Rahmen der Donauraumstrategie mit 65.000 Euro. Damit schaffe die Landesregierung bessere und nachhaltigere Perspektiven für romastämmige Frauen und ihre Familien, so Minister Friedrich. Gerade in ländlichen, weniger entwickelten Regionen zeige sich, „dass Investitionen zugunsten von Müttern sehr positive Auswirkungen auf die gesellschaftliche und auch die wirtschaftliche Entwicklungen haben“. Das vorliegende Konzept bilde eine gute Grundlage für die weitere Arbeit, so Friedrich: „Nun müssen die bestehenden Kooperationen genutzt werden, um die Entwicklung der Institutionen vor Ort zu begleiten.“ (mh)

Fotos: Pressestelle Staatsministerium Baden-Württemberg