Programm „Stark im Beruf“ fördert geflüchtete Mütter

Die Integration in den deutschen Arbeitsmarkt gelingt bei geflüchteten Frauen mit Familienverantwortung besser, wenn sie bei der Jobsuche gezielt unterstützt werden. Um das zu fördern, hat das Bundesfamilienministerium das Programm „Stark im Beruf“ ausgebaut und macht nun an 35 Orten in Deutschland zusätzliche Angebote speziell für geflüchtete Mütter.

Eine halbe Million Mädchen und Frauen haben in den letzten vier Jahren in Deutschland Schutz gesucht. Drei Viertel der Frauen haben Kinder. Sie stehen vor einer doppelten Herausforderung: Sie müssen den Familienalltag managen und gleichzeitig den Einstieg in die deutsche Gesellschaft meistern. Sie wollen sich einbringen und eine deutliche Mehrheit von ihnen möchte hier auch erwerbstätig sein. Bundesfamilienministerin Katarina Barley betont: „Die allermeisten geflüchteten Mütter wollen arbeiten. Oft fehlt es aber noch an Qualifikation, Orientierung, Sprachkompetenz oder Kinderbetreuung. Deswegen schaffen wir mit ‚Stark im Beruf‘ für geflüchtete Frauen mit Kindern spezielle Angebote, damit der Einstieg in den Beruf gelingen kann. Nur so können sie letztlich auf eigenen Füßen stehen.“

Das Hilfsangebot weiter ausgebaut

Um die geflüchteten Mütter noch stärker zu unterstützen, hat das Bundesfamilienministerium das Angebot nun weiter ausgebaut. Schon jetzt arbeitet die Mehrheit der Standorte im ESF-Bundesprogramm „Stark im Beruf – Mütter mit Migrationshintergrund steigen ein“ mit geflüchteten Müttern. Für die zusätzlichen Angebote für Geflüchtete erhalten nun 35 Kontaktstellen von „Stark im Beruf“ 2017 und 2018 jeweils 25.000 Euro zusätzlich zur bereits bestehenden Förderung von jährlich maximal 50.000 Euro aus dem Europäischen Sozialfonds.