Bundesamt eröffnet Reihe von Informationsgesprächen

Foto: Bundesamt für Migration und Flüchtlinge

Wie lange dauert ein Asylverfahren, wenn der Antrag heute gestellt wird? Welche Trends werden für die Zukunft erwartet? Wie werden die neuen BAMF-Mitarbeiter qualifiziert? Um Gerüchten vorzubeugen und die Abläufe nachvollziehbarer zu gestalten, hat das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge eine Reihe von Pressegesprächen gestartet, die jeder im Internet per Livestream verfolgen kann.

Im April 2016 sind beim Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) mehr als 60.000 Asylanträge gestellt worden, seit Jahresbeginn konnten knapp 50.000 Anhörungen durchgeführt werden. „Das ist gut, wir wollen uns hier aber noch deutlich steigern“, betonte Behördenchef Frank-Jürgen Weise zum Auftakt der Gesprächsreihe, mit der das BAMF künftig auch per Audio-Livestream im Internet über aktuelle Entwicklungen informieren sowie Pressevertretern Rede und Antwort stehen will. Insbesondere der Ausbau der personellen Kapazitäten werde dazu führen, so Weise, dass in naher Zukunft deutlich mehr Anhörungen durchgeführt und auch Entscheidungen getroffen werden können. Seinem Ziel, eine durchschnittliche Verfahrensdauer von drei Monaten für Neuanträge zu erreichen, sieht sich das Bundesamt zwischenzeitlich ein ganzes Stück näher gekommen, wie Weise erklärte: Die durchschnittliche Verfahrensdauer für Anträge, die in den vergangenen zwölf Monaten gestellt wurden, liege bei nur noch 3,6 Monaten.