Bundeskanzlerin ehrt Einsatz für Integration

Offizielles Logo Nationaler Intergrationspreis

Viele Menschen engagieren sich in Deutschland für die Integration von Flüchtlingen. Um diesen Einsatz zu würdigen, will Bundeskanzlerin Angela Merkel 2017 erstmals eine Person, Gruppe, Organisation oder Kommune mit dem „Nationalen Integrationspreis“ auszeichnen. Bis Ende Januar können potentielle Kandidaten vorgeschlagen werden.

Immer wieder hat Bundeskanzlerin Angela Merkel betont, wie wichtig das Engagement der vielen freiwilligen Flüchtlingshelfer für eine erfolgreiche Integration ist. „Das Thema wäre von uns nicht zu bewältigen, wenn nicht die vielen Gruppen ihren Beitrag leisten würden“, so Angela Merkel Anfang November bei einem Gespräch mit Flüchtlingshelfern. Einmal im Jahr soll nun die öffentliche Aufmerksamkeit gezielt auf erfolgreiches, beispielgebendes und beeindruckendes Engagement gelenkt werden. Deshalb hat die Bundesregierung den „Nationalen Integrationspreis“ der Bundeskanzlerin aus der Taufe gehoben. Der Preis ist Bestandteil der „Meseberger Erklärung zur Integration“ und mit 10.000 Euro dotiert. Der Preisträger bekommt Gelegenheit, sein Projekt der Öffentlichkeit vorzustellen. Er soll als Vorbild für andere dienen, sich ebenfalls zu engagieren.

Bis Ende Januar 2017 können 33 ausgewählte Institutionen Vorschläge für Kandidaten einreichen. Die Institutionen haben Erfahrung auf dem Gebiet der Integration. Dabei sind alle wichtigen gesellschaftlichen Bereiche berücksichtigt worden: Kulturrat, Gewerkschaften und Vertreter der Städte und Kommunen ebenso wie religiöse Gemeinschaften, der Sport und Migrantenverbände.

Um aufzuzeigen, wie vielfältig das Engagement in Deutschland im Bereich der Integration ist, kann die Jury einen jährlich wechselnden Schwerpunkt festlegen – zum Beispiel Integration und Gleichberechtigung, Integration im Alltag, Integration in der Arbeitswelt, Integration im Sport oder Integration in der Kultur.

Eine fünfköpfige Jury aus Fachleuten und bekannten Persönlichkeiten sucht aus den Nominierungen den Preisträger aus. Dabei berücksichtigen die Juroren besonders, wie nachhaltig, übertragbar und innovativ das vorgeschlagene Engagement ist. Wichtig ist auch, welchen Wirkungsgrad es entfaltet. Die Jury für 2017 besteht aus der Integrationsforscherin Naika Foroutan, dem Autoren Ahmad Mansour, dem Schauspieler Elyas M’Barek sowie der ehemaligen Frankfurter Oberbürgermeisterin Petra Roth und Frank-Jürgen Weise, der das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge leitet. Verliehen wird der „Nationalen Integrationspreis“  im Bundeskanzleramt. Die erstmalige Preisverleihung ist für das Frühjahr 2017 geplant.