Kommunale Flüchtlingsdialoge gehen online

Foto: Valeska Achenbach

Das Konzept der kommunalen Flüchtlingsdialoge, bei denen alle Beteiligten ins Gespräch kommen, hat sich im ganzen Land bewährt. Nun hat die Bertelsmann Stiftung eine neue Webseite eingerichtet, auf der Kommunen, Vereine, Initiativen und Ehrenamtliche Wissenswertes dazu finden. „Mit der Webseite wird die Idee auch über Baden-Württemberg hinaus bekannt gemacht und kann zum Nachahmen motivieren“, sagt Staatsrätin Gisela Erler.

„Mit den kommunalen Flüchtlingsdialogen tragen wir dazu bei, dass engagierte Ehrenamtliche in der Flüchtlingshilfe mit Verwaltung und Politik, den Geflüchteten und auch untereinander zu Themen wie Wohnraum, Arbeit und Bildung oder beispielsweise Sicherheit und Gemeinschaft ins Gespräch kommen. Alle können ihre reichen Erfahrungen einbringen und gemeinsam Lösungen entwickeln. Und zwar immer auf den lokalen Sozialraum und das Zusammenleben vor Ort bezogen. Die Nachfrage hiernach ist groß“, sagte Staatsrätin Gisela Erler anlässlich des ersten Erfahrungsaustauschs der kommunalen Vertreter zum gemeinsamen Projekt des Sozialministeriums und des Staatsministeriums. Über 20 Kommunen hätten Dialoge in Planung oder bereits Veranstaltungen durchgeführt, weitere Städte und Gemeinden bekundeten bereits Interesse. „Von den Kommunen hören wir, dass das Angebot für die Dialoge genau zum richtigen Zeitpunkt kommt, um gemeinsam mit den Ehrenamtlichen innezuhalten und vorauszuschauen und sich dann gemeinsam auf den langen Weg der Integration zu machen“, so Gisela Erler. Gudrun Heute-Bluhm vom Städtetag ergänzte: „Die Kommunalen Flüchtlingsdialoge bieten unseren Städten und Gemeinden die optimale Chance, mit den Bürgerinnen und Bürgern, mit Geflüchteten und mit Menschen, die sich Sorgen machen, in den Dialog zu kommen. Nur gemeinsam gelingt es, für die Herausforderungen der Integration und des zukünftigen Zusammenlebens gute Lösungen zu finden.“

Unterstützt wird die Initiative auch von der Bertelsmann Stiftung, die nun eigens dafür eine neue Webseite eingerichtet hat, auf der Kommunen, Vereine und Initiativen sowie Ehrenamtliche Wissenswertes rund um die Dialoge finden: www.fluechtlingsdialoge.de. „Kommunen finden hier praktische Handreichungen wie Musterabläufe, Leitfäden, Checklisten, Good Practice Beispiele – alles was sie brauchen um selber einen Flüchtlingsdialog durchzuführen“, so Anna Renkamp, Expertin für Bürgerbeteiligung von der Bertelsmann Stiftung. „Mit der Webseite wird die Dialogidee auch über Baden-Württemberg hinaus bekannt gemacht und kann zum Nachmachen motivieren“, betont Staatsrätin Gisela Erler. Wissenschaftlich begleitet wird das Projekt von der Universität Hohenheim.