Kulturradio für Flüchtlinge

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Seit Anfang Mai ist das Radioprogramm „Good Morning Deutschland“ auf Sendung. Bei dem Format werden live aus Flüchtlingsunterkünften und lokalen Radiostudios Diskussionen von Bürgern mit Flüchtlingen, Veranstaltungen rund um das Thema Flucht und Ankommen in Deutschland sowie Musikstücke aus den Herkunftsländern übertragen.

Initiiert und entwickelt wurde das kulturelle Radioprojekt vom Bremer Komponisten Hannes Seidl und dem Leiter der Donaueschinger Musiktage, Björn Gottstein. Laut dem Sender Südwestrundfunk, der einer der Kooperationspartner ist, geht „Good Morning Deutschland“ zunächst immer dienstags, mittwochs und sonntags von 17 bis 20 Uhr auf Sendung. Das Besondere an dem Format ist, dass direkt aus Flüchtlingsheimen in Stuttgart und Donaueschingen sowie aus dem Studierendenhaus in Frankfurt gesendet wird. Die Beiträge selbst werden von Geflüchteten für Geflüchtete gestaltet und als Live-Stream in unterschiedlichen Sprachen produziert, etwa auf Arabisch, Farsi, Tigrinya, Englisch und Deutsch. Neben Musik aus den einzelnen Herkunftsländern und Informationen über Veranstaltungen gehören insbesondere Gespräche und Diskussionen zwischen Flüchtlingen, Bürgern und Gästen der Sendung zu den inhaltlichen Schwerpunkten.