Bundesregierung fördert Kinderbetreuung

Die Bundesregierung will Eltern mit Fluchthintergrund die Teilnahme an Integrationskursen erleichtern. Wenn deren Kinder nicht in eine reguläre Kita oder Kindertagespflege gehen können, wird ab sofort eine kursbegleitende Betreuung gefördert. Alleine in diesem Jahr werden für dieses Angebot bis zu zehn Millionen Euro zur Verfügung gestellt.

Die anfallenden Kosten für das Sonderprogramm zur Kinderbetreuung werden zu gleichen Teilen durch das Bundesinnenministerium und das Bundesfamilienministerium finanziert. „Das Erlernen der deutschen Sprache ist das A und O gelingender Integration. Mir ist wichtig, dass unsere Integrationskurse auch wirklich besucht werden“, so Bundesinnenminister Thomas de Maizière: „Mit der Förderung von integrationskursbegleitender Kinderbetreuung und von Beratungsmöglichkeiten eröffnen wir Eltern dazu neue Möglichkeiten.“

Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig betont: „Ich freue mich, dass wir mit diesem Angebot vor allem vielen geflüchteten Frauen mit kleinen Kindern helfen können. Künftig haben sie die gleichen Möglichkeiten wie Männer, einen Integrationskurs zu besuchen und unsere Sprache zu lernen – die Grundvoraussetzung für eine Ausbildung oder einen Arbeitsplatz. Das ist auch im Hinblick auf die Gleichberechtigung sehr wichtig. Die Fehler der Vergangenheit, sich nur auf die Arbeitsmarktintegration der Männer zu konzentrieren, dürfen wir nicht wiederholen."

Gefördert wird einerseits eine private Kinderbetreuung in Verantwortung des Integrationskursträgers, wenn kein Regelbetreuungsangebot zur Verfügung steht oder die Inanspruchnahme aus persönlichen Gründen nicht zumutbar ist. Gleichzeitig wird auch eine Beratungspauschale angeboten, die von den Integrationskursträgern für die Beratung und Unterstützung der Kursteilnehmenden im Hinblick auf Regelbetreuungs- oder Brückenangebote beantragt werden kann.

Gemeinsames Ziel der beiden Bundesministerien ist es, dass Kinder mit Fluchthintergrund so schnell wie möglich in eine reguläre Kindertagesbetreuung integriert werden. Kinder aus geflüchteten Familien haben deshalb ab dem vollendeten ersten Lebensjahr – wie alle anderen Kinder auch – einen Rechtsanspruch auf einen Platz in einer Kindertageseinrichtung oder auf eine Betreuung bei Tagesmüttern und -vätern.