Wohnraumprojekt fördert die Integration

Das Staatsministerium und der Städtetag Baden-Württemberg unterstützen mit dem Programm RAUMTEILER Kommunen und Ehrenamtliche bei der Vermittlung von privatem Wohnraum. Nach dem Start des landesweiten Projekts im Jahr 2017 haben die beteiligten Städte und Initiativen nun eine erfreuliche Bilanz gezogen.

Wohnraum ist in Baden-Württemberg knapp. Das gilt besonders für Geflüchtete, für Familien in prekären Lebenssituationen, für Menschen mit Behinderung oder mit geringem Einkommen. Der Lösungsansatz: gezielt privaten Wohnraum für diese Gruppen zu akquirieren. Für Staatsrätin Gisela Erler liegt die besondere Stärke des Programms RAUMTEILER darin, dass vielerorts Verwaltung und Ehrenamtliche Hand in Hand arbeiten: „Ehrenamtliche, beispielsweise aus der Flüchtlingshilfe, kennen aus ihrem Umfeld geeignete Mieter und potenzielle Vermieter – und gehen mit Ausdauer und viel Feingefühl auf beide zu.“ Hauptamtliche Mitarbeiter aus der Kommunalverwaltung helfen dann bei der Begleitung.

Gudrun Heute-Bluhm, Geschäftsführendes Vorstandsmitglied des Städtetag Baden-Württemberg, betont die Vorteile für Vermieter: „Sie profitieren von sicheren und langfristigen Mieten, von einer verlässlichen Begleitung und teils von kommunalen Mietausfallgarantien oder finanziellen Zuschüssen.“ Das Programm RAUMTEILER unterstützt Städte und Initiativen mit kostenlosem Kommunikationsmaterial, einer Webseite, professioneller Beratung und kollegialer Vernetzung.

Beim Netzwerktreffen Anfang Dezember in Stuttgart in der Hauptgeschäftsstelle des Städtetag Baden-Württemberg wurde deutlich: Die 30 beteiligten Kommunen und Initiativen sehen die Wohnraumakquise als günstige, klimaverträgliche und nachhaltige Alternative zum aufwändigen Bau und Unterhalt kommunaler Unterkünfte: Eine dezentrale und private Unterbringung ist flexibler, vermeidet soziale Brennpunkte und fördert Integration.

„Es werden weitere Kommunen folgen und das Projekt wird sich in den kommenden Jahren landesweit und nachhaltig etablieren“, ist sich Gisela Erler sicher. Dafür spricht die bisherige Bilanz: über 1.200 vermittelte Personen, 390 unterschriebene Mietverträge, mehr als 22.800 Quadratmeter vermittelter Wohnraum und weit über 100 leerstehende Wohnungen weniger. (Quelle: StM / Städtetag BW)