Bundesamt für Migration setzt Video-Dolmetscher ein

Um die oft langwierigen Asylverfahren weiter zu beschleunigen, will das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) nach eigenen Angaben künftig verstärkt auf  Dolmetscher zurückgreifen, die per Videokonferenz  zugeschaltet werden können.  Geplant ist ein solcher Einsatz unter anderem auch in Baden-Württemberg.
  

Mit den bestehenden Kapazitäten habe der steigende Bedarf nach Übersetzern nicht immer gedeckt werden können, so das für die Asylverfahren zuständige Bundesamt. In Düsseldorf und Berlin werden bereits seit Anfang März Sprachmittler per Videokonferenz bei Anhörungen von Asylbewerbern an anderen Standorten zugeschaltet.  Nach und nach sollen bis zu sieben weitere Video-Dolmetscher für die Außenstellen Bayreuth, Karlsruhe, Heidelberg, Lebach und Gießen dazu kommen. Spätestens ab April beginnt dann die nächste Ausbauphase. Ziel ist es, dass bis Mitte 2016 deutschlandweit fünf Dolmetscher-Hubs mit jeweils 30 Übersetzern im Einsatz sein werden. Insgesamt sollen dann 30 Außenstellen an das System angebunden sein.

Im ersten Schritt verfügbar sind die Sprachen Arabisch, Kurdisch, Dari, Paschtu und Chinesisch. Mit den Hubs können auch regionale Engpässe bei Dolmetschern und Ausfall bei Krankheiten ausgeglichen werden.  „Wir setzen für die Übertragung ein gesichertes internes Netzwerk des BAMF ein", sagte Markus Richter, IT-Chef beim BAMF. „Wir werden weitere Hubs einrichten und sind voll im Zeitplan." 

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Bundesamt für Migration und Flüchtlinge
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