Erstaufnahmeeinrichtung Wertheim früher in Betrieb gegangen - Land nimmt 1.000 Flüchtlinge aus Bayern auf

Baden-Württemberg hat im Laufe des vergangenen Sonntags, 13. September, rund 1.000 Flüchtlinge aus Bayern aufgenommen, die mit dem Flüchtlingsstrom aus Ungarn nach Deutschland eingereist sind.

Hierzu hat das Land Busse nach München geschickt. Um die Menschen unterbringen zu können, wurde bereits am Sonntag - und nicht wie geplant erst am 15. Oktober 2015 - die Polizeiakademie Wertheim für die Erstaufnahme in Betrieb genommen. Bundeswehr, DRK, THW und Feuerwehr sind im Einsatz, um die Aufnahme von rund 600 Personen zu organisieren.

Die Lenkungsgruppe für die Erstaufnahme von Flüchtlingen unter der Leitung von Wolf-Dietrich Hammann, Amtschef im Integrationsministerium, hat zudem beschlossen, weitere rund 400 Flüchtlinge im Mannheimer Benjamin-Franklin-Village unterzubringen. Und auch im Martinushaus des Caritasverbands Stuttgart sollen bis zu einer Maximalzahl von 300 Flüchtlingen Menschen beherbergt werden.

Die Koordinierung dieser Maßnahmen erfolgt zentral über den beim Innenministerium eingesetzten Stab unter der Leitung von Landesbranddirektor Hermann Schröder in Zusammenarbeit mit den Regierungspräsidien. Ministerpräsident Winfried Kretschmann sagte heute: „Die Bundesländer sind in der Verantwortung, Bayern mit dieser herausfordernden Situation nicht alleine zu lassen. Für Baden-Württemberg kann ich unseren Nachbarn versichern, dass wir auch weiterhin Bayern bei der Aufnahme von Flüchtlingen unterstützen werden.“
Integrationsministerin Bilkay Öney und Innenminister Reinhold Gall betonten: „Die Verwaltungen auf Landesebene, in den Regierungspräsidien, in den Landratsämtern und Rathäusern arbeiten Hand in Hand mit Polizei, Feuerwehr, DRK, THW und Bundeswehr. Das Zusammenwirken aller Haupt- und Ehrenamtlichen macht es erst möglich, den Kraftakt der Flüchtlingsaufnahme und -unterbringung
zu leisten.“

Ministerpräsident Kretschmann dankte im Namen der gesamten Landesregierung den zahlreichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Verwaltungen sowie den vielen Helferinnen und Helfern in Hilfsorganisationen und Kommunen für ihren haupt- und ehrenamtlichen Einsatz: „Wir haben ein Gemeinwesen, auf das wir stolz sein können. Zupacken und Hilfsbereitschaft zeigen - diese Haltung vieler Bürgerinnen und Bürger in unserem Land macht die Stärke Baden-
Württembergs aus.“

Insgesamt hat das Land Baden-Württemberg seit Samstag, 5. September 2015, bis zum Sonntagmorgen rund 7.400 Menschen in der Erstaufnahme aufgenommen. Ein Großteil der Menschen kam mit dem Flüchtlingsstrom aus Bayern.