Land bereitet Tompkins Barracks in Schwetzingen für Flüchtlingsaufnahme vor

Die frühere US-Liegenschaft Tompkins Barracks in Schwetzingen soll zeitnah als Erstaufnahmeunterkunft für Flüchtlinge eingerichtet werden. Bei einer Begehung mit dem Leiter der Stabsstelle Flüchtlingsunterbringung, Hermann Schröder, Oberbürgermeister Dr. René Pöltl und Vertretern des Regierungspräsidiums Karlsruhe sowie der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BIMA) und des Technischen Hilfswerks wurde ein Konsens erzielt, dass die Liegenschaften im Schwetzinger Stadtteil Hirschacker gut geeignet für die Unterbringung von Flüchtlingen seien. „Es sind noch ein paar Fragen zu klären, aber wir sind optimistisch, dass wir in der kommenden Wochen mit der Belegung beginnen können“, so Schröder.

Geplant ist die Unterbringung von etwa 1.000 Flüchtlingen in zwei Gebäuden. Diese sollen bereits in den nächsten Tagen unter besonderer Berücksichtigung des örtlichen Handwerks ertüchtigt werden. Die Gebäude wurden bis ins Jahr 2012 von der US-Army betrieben und sind in einem guten Zustand. „Solche Liegenschaften sind ein Glücksfall für die Flüchtlingsunterbringung in Baden-Württemberg, hier können Flüchtlinge in Mehrbettzimmern untergebracht werden“, so Schröder.

Der Schwetzinger Oberbürgermeister Pöltl zeigte sich erfreut darüber, dass das Land Baden-Württemberg schnell den Kontakt mit Verantwortlichen vor Ort gesucht habe: „Es war ein sehr konstruktives Gespräch. Wir haben erkannt, dass die Not des Landes sehr groß ist.“ Pöltl betonte, wie wichtig es für Schwetzingen sei, langfristig städtebauliche Entwicklungsmöglichkeiten und die Hilfe bei der Flüchtlingsunterbringung unter einen Hut zu bekommen: „Wir sind beeindruckt von der Professionalität, mit der die Stabsstelle vorgeht.“