Lenkungsgruppe Flüchtlingsunterbringung: Zusätzliche Registrierungsstelle in Wertheim

Die Lenkungsgruppe zur Flüchtlingsunterbringung hat auf ihrer Sitzung beschlossen, dass künftig auch in der Notunterkunft in Wertheim Flüchtlinge registriert werden sollen.

In der Unterkunft der Erstaufnahme sind derzeit 600 Flüchtlinge untergebracht. Die Unterkunft befindet sich in den Räumlichkeiten der früheren Akademie der Polizei Baden-Württemberg. Obgleich es sich nicht um eine Landeserstaufnahmeeinrichtung (LEA) handelt, sollen hier auf Vorschlag des Regierungspräsidiums Stuttgart eine Registrierungseinheit aufgebaut werden. Hier werden die Flüchtlinge erkennungsdienstlich behandelt, die Personalien werden aufgenommen, schließlich werden sie medizinisch untersucht und geröntgt. „Wir begrüßen diesen Vorschlag des Regierungspräsidiums Stuttgart ausdrücklich“, so Wolf-Dietrich Hammann, Amtschef im Ministerium für Integration.
Darüber hinaus hat das Gremium, in dem die Amtschefs von Integrationsministerium, Staatsministerium, Innenministerium und dem Ministerium für Finanzen und Wirtschaft vertreten sind, gewürdigt, dass schon heute eine hohe Zahl von Flüchtlingen in der Erstaufnahme gemeinnützige Tätigkeiten ausüben. Landesweit sind bereits mehrere hundert Flüchtlinge im Einsatz, die täglich beim Möbelaufbau, beim Aufstellen der Betten, bei Reinigungsarbeiten oder bei der Grünpflege eingesetzt sind. Die Tätigkeit wird mit 1,05 Euro pro Stunde vergütet. „Es ist wichtig“, so Staatssekretär Klaus-Peter Murawski, Chef der Staatskanzlei, „dass die Menschen frühzeitig die Chance bekommen, sich einzubringen. Gleichzeitig können sie sich auf diese Weise ein Taschengeld verdienen.“
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