Land schafft mehr Platz für Flüchtlinge

Die Landesverwaltung und die Verwaltungen in den Kommunen haben in den vergangenen Wochen eine Vielzahl notwendiger Maßnahmen ergriffen, um vor den anstehenden Wintermonaten eine sichere und sozialverträgliche Unterbringung der hilfesuchenden Menschen zu ermöglichen. So können die zur Zeit noch zu stark belegten Erstaufnahmeeinrichtungen im Land entlastet werden.

Landesmesse als Notquartier

Zuletzt wurden in den Räumen der Landesmesse am Flughafen Notunterkünfte eingerichtet. Dort wurden Flüchtlinge aus den Landeserstaufnahmeeinrichtungen untergebracht. Zuvor war bereits Anfang September auf dem Gelände der Polizeiakademie in Freiburg eine neue bedarfsorientierte Erstaufnahmestelle (BEA) eröffnet worden. Eine weitere BEA entsteht aktuell in Tübingen auf einem landeseigenen Grundstück neben dem Landratsamt. Dort sollen winterfeste Leichtbauhallen erstellt werden.

Bundeswehr räumt Kasernengebäude

Als weitere Unterkünfte sollen auch verschiedene Kasernengebäude der Bundeswehr genutzt werden. In der Carl-Schurz-Kaserne in Hardheim (Neckar-Odenwald-Kreis) sind bereits 650 Plätze geschaffen worden. Und auch auf dem Gelände der Graf-Stauffenberg-Kaserne in Sigmaringen sollen weitere Gebäude bereitgestellt werden werden. Zudem wird zur Zeit in den Tompkins Barracks in Schwetzingen, einer ehemaligen US-Liegenschaft, eine Erstaufnahmeunterkunft eingerichtet. Unterstützung kommt auch vom Bund. Er hat angeboten, die Flüchtlingsunterbringung in der Lyautey-Kaserne und in der französischen Wohnsiedlung in Donaueschingen (Schwarzwald-Baar-Kreis) auszuweiten.

Flüchtlinge kommen in Schulsporthallen unter

Die Kommunen in ganz Baden-Württemberg haben ihre Kapazitäten ebenfalls ausgebaut, um die vom Land zugewiesenen Flüchtlinge unterbringen zu können. So werden in der Landeshauptstadt Stuttgart, deren monatliche Aufnahmezahl sich auf knapp 1.300 Flüchtlinge verdoppelt hat, zwischenzeitlich fünf Schulsporthallen als Notunterkünfte genutzt. Die Stadt Stuttgart wird zudem neun weitere Standorte für die Unterbringung von Flüchtlingen ausweisen. Darunter sind nicht nur sogenannte Systembauten, auch die vorübergehende Unterbringung von Flüchtlingen in Wohncontainern ist aufgrund des hohen Handlungsdrucks vorgesehen. Ebenso werden interimsweise in den nächsten Monaten Turnhallen, Schulen und Waldheime für die Unterbringung von Flüchtlingen in Stuttgart genutzt. In der Landeshauptstadt sind aktuell ca. 5.000 Flüchtlinge in 83 Unterkünften untergebracht.


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