Ein Kunstprojekt setzt Zeichen

An der Wanderausstellung „Kunst trotz(t) Ausgrenzung“ haben sich Künstlerinnen und Künstler beteiligt, die sich sozial und kulturell ganz unterschiedlich verorten. Ihre Werke wenden sich gegen Fremdenfeindlichkeit und Rechtspopulismus. Auf diese Weise wollen sie zeigen, dass alle Menschen gleichwertig sind.

Nach der Ausstellungseröffnung im Stuttgarter Rathaus und dem Ausstellungsort Rotebühlgalerie in der VHS Stuttgart ist die Wanderausstellung „Kunst trotz(t) Ausgrenzung“ nun vom Rathaus ins Haus der Wirtschaft weitergezogen. Mit dabei ist auch die Nofretete-Skulptur „Asyl“ der Wiesbadener Künstlerin Birgid Helmy: Eine junge ägyptische Mutter in hautengem Kleid mit Flip-Flops an den Füßen. Ergänzt wird die Schau durch weitere Kunstwerke und Videoinstallationen, die zuvor im Rathaus nicht zu sehen waren. Insgesamt werden an dem neuen Ausstellungsort bis zum 27. Juni rund 170 Exponate von 25 Künstlerinnen und Künstlern gezeigt. Neben der „Nofretete“ begegnen den Besuchern „Auf Augenhöhe“ – so auch der Titel des Werks – die Büsten von Harald Birck, die Menschen am Rande der Gesellschaft zeigen. Teil der Ausstellung sind auch die Stickarbeiten „Einwanderung“ von Sybille Loew, die Menschen mit Migrationshintergrund zeigen.
 
Veranstalter der Wanderausstellung, die vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend unterstützt wird, sind die Diakonie Deutschland, die Diakonie in Stuttgart, das Diakonische Werk Württemberg, die Evangelische Gesellschaft und die Evangelische Kirche in Stuttgart. Die Eröffnung der Wanderausstellung im Haus der Wirtschaft steht unter dem Motto „Ausgrenzung in unserer Zeit“. Das Begleitprogramm zu „Kunst trotz(t) Ausgrenzung“ mit Vorträgen, Diskussionen, Fortbildungen und einem finalen Wandelkonzert wird auch im Haus der Wirtschaft fortgesetzt. Die Finissage am 27. Juni gestalten die Mezzosopranistin Cornelia Lanz, Walaa Kanaieh (arabischer Gesang) und Elena Arnovskaya (Klavier). In zwei Sets (Beginn 17 und 19 Uhr) werden die Künstlerinnen mit den Kunstwerken der Ausstellung über europäische und arabische Musik und Poesie kommunizieren. Der Eintritt ist frei. (StM)