Bilder vom täglichen Warten

Foto: Alireza Noori

In der Ausstellung „Refugees Welcome“ im Tagungszentrum Hohenheim werden Bilder gezeigt, die das Leben in Stuttgarter Flüchtlingsunterkünften dokumentieren. Der Fotograf Alireza Nooris, der im Jahr 2016 selber als Geflüchteter aus Afghanistan nach Deutschland gekommen ist, will mit seinen Schwarz-Weiß-Aufnahmen Geschichten über das alltägliche Warten und die neue Freiheit erzählen.

Seit seiner Ankunft in Deutschland im Januar 2016 hat sich Alireza Noori bereits an mehreren Fotoprojekten in Stuttgart beteiligt. Unterwegs ist er dabei stets mit einer alten analogen Kamera, mit der er ausschließlich Schwarz-Weiß-Bilder macht. Auf diese Art und Weise will der junge Fotograf den Blick des Betrachters auf das wesentliche in seinen Bildern lenken. Gleichzeitig wirken die Fotos unnahbarer und entrückter, weil sie nicht mehr den heutigen Sehgewohnheiten entsprechen.

Kinder im Fokus

Das motivische Interesse von Alireza Noori gilt hauptsächlich Menschen, wobei vor allem Kinder ein beliebtes Sujet von ihm sind, wie er selber sagt. Aus diesem Grund hat er für die aktuelle Ausstellung fast ausschließlich Kinder in Stuttgarter Flüchtlingsheimen fotografiert. Er möchte zeigen, wie gut es ihnen hier geht. Alireza Noori, der selbst nach dem Abitur Flucht und Vertreibung erlebt hat und in einem Flüchtlingsheim untergekommen ist, kennt den Alltag in den Massenunterkünften nur zu gut. Dabei will er nicht die Missstände aufzeigen, sondern die Möglichkeiten, wie es beispielsweise gelingen kann, eine unbeschwerte Kindheit zu genießen.

Die aktuelle Ausstellung „Refugees Welcome“ ist noch bis zum 7. Januar 2018 zu sehen.