Kongress in Karlsruhe: Integration als Bildungsaufgabe

Das Karlsruher Institut für Technologie lädt im September zu einem viertägigen Fachkongress zum Thema „Bildung und Integration“. Dabei soll in Fachvorträgen, Seminaren, Workshops und Ausstellungen unter anderem der Frage nachgegangen werden, inwieweit Pädagogik zu einem gelingenden Zusammenleben beitragen kann.

Das Bildungssystem steht als Folge der Globalisierung vor großen Anforderungen. Unstrittig ist nach Einschätzung der Experten dabei die Erkenntnis, dass die Ungleichheit von Zukunftsperspektiven vor allem durch Bildung verringert werden kann. Dieser Problemkomplex soll nun auf dem Karlsruher Bildungskongress 2016 vom 22. bis zum 25. September thematisiert werden. Dazu sind zahlreiche Fachleute aus verschiedenen Wissenschaftsbereichen eingeladen, um mit Vertretern der Bildungs- und Schulpolitik sowie den Betroffenen selbst in verschiedenen pädagogischen Praxisfeldern ins Gespräch zu kommen.

Zur Eröffnung des Kongresses spricht Prof. Dr. Rüdiger Safranski zum Thema „Bildung und Leben“. Auf dem Campus Süd des KIT, auf dem Moltke-Campus sowie auf dem Campus der Musikhochschule soll während der vier Tage dann in Form zahlreicher Fachvorträge, Seminare, Workshops und Ausstellungen unter anderem exemplarischen Fragen wie diesen nachgegangen werden: Wie kann in einer pluralen Einwanderungsgesellschaft Toleranz definiert werden? Wo sind ihre Grenzen und welches sind transkulturelle Grundwerte, deren gelebte Verwirklichung wechselseitige Fremdheit überwindet und eine Gesellschaft ohne Zentrifugalkräfte wachsen lässt? Wie kann die Pädagogik den Heranwachsenden bei der Klärung der eigenen Werte und Vorstellungen helfen und zu einem gelingenden Leben und Zusammenleben beitragen? Der Kongress endet mit dem Abschlussvortrag „Integration und Lebensform“ von Prof. Dr. Julian Nida-Rümelin.

Kooperationspartner des hochschul- und institutionenübergreifenden Kongresses ,sind die Hochschule Karlsruhe für Technik und Wirtschaft, die Pädagogische Hochschule, die Hochschule für Musik Karlsruhe, das KIT-Zentrum für Lehrerbildung, die Abteilung „Schule und Bildung“ des Regierungspräsidiums Karlsruhe, das Staatliche Schulamt Karlsruhe, die Stadt Karlsruhe, das Schul- und Sportamt sowie der Stadtjugendausschuss Karlsruhe.